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Woche Norwegen vom 7. Juni bis 13. Juni 2010
Montag,
7. Juni 2010: Ich hatte an einem Wohnmobiltreffen
in Bunde teilgenommen, welches mit einer Besichtigung der
Meyer-Werft verbunden war (Bericht und Bilder von dem Besuch
der Meyer-Werft erfolgt an anderer Stelle). Um 8.20 Uhr fuhr
ich also von Bunde los, hab vorher nochmal voll getankt, die
Gastankflaschen aufgefüllt und bei meinem Lieblingsdiscounter
einige Lebensmittel für die Reise eingekauft und dann
ging es bei Regen und vielen Baustellen auf der Autobahn Richtung
Hamburg und Travemünde / Skandinavienkai. Die Fahrt verlief
problemlos und ohne negative Vorkommnisse, so dass ich um
ca. 14 Uhr am Hafenhaus des Skandinavienkais ankam. Bei Finnlines
habe ich dann eine Überfahrt gebucht und das Günstigste,
was ich erwerben konnte, war Abfahrt um 02.30 Uhr in der kommenden
Nacht mit Kabine für 65 Euro (da kann man nicht meckern).
Gefahrene Kilometer 311 km

Dienstag,
8. Juni 2010
: Da ich Bedenken hatte, dass ich nicht pünktlich wach
werde, habe ich den vorigen Abend mit Lesen verbracht und
war natürlich um Mitternacht entsprechend müde;
aber ich stand pünktlich um 0.30 Uhr zum Einchecken am
Fährenschalter und kam auch irgendwann auf die Fähre.
Dort bin dann in meine Kabine und habe versucht zu schlafen,
aber die Maschinengeräusche und die Klimaanlage haben
das zumindest in den ersten Stunden verhindert, irgendwann
muss es aber dann wohl doch geklappt haben, denn mein Wecker
weckte mich um 8 Uhr. Da es erst um 10 Uhr Frühstück
gab (7 Euro für ein opulentes Frühstück), habe
ich erstmal das Schiff besichtigt. Um 11 Uhr kam die Fähre
in Malmö an und es ging Richtung Norden. Um 17 Uhr fand
ich in Strömstad am Freizeithafen einen Parkplatz, auf
dem man für eine Parkgebühr in Höhe von 30
SKr eine Nacht stehen bleiben konnte. Gefahrene Kilometer
433 = Gesamt 744 km

Mittwoch,
9. Juni 2010
: Die E6 ging es dann weiter in Richtung norwegischer Grenze;
dort habe ich mich in der Spur "Zollanmeldung" eingereiht,
weil ich 80 Flaschen Light-Bier mit 2,4 % Alc. an Bord hatte
und mir nicht sicher war, ob es tatsächlich zollfrei
wäre. Auf dieser Spur kam ich jedoch zuerst zu einem
Polizisten, bei dem ich per Blasröhrchen auf Alkohol
getestet wurde. Der Test lief mit 0,00 %o aus und der Polizist
und ich waren zufrieden. Den Zollbeamten interessierte weniger
mein Bier, als die Beantwortung der Fragen: wie lange ich
in Norwegen bleiben, ob ich angeln wolle und ob das Wohnmobil
mir gehören würde. Nach Beantwortung dieser Fragen
wurde ich ohne weitere Prüfung durchgewunken. Um mir
die Stadtmaut von Oslo zu ersparen,bin ich dann durch den
teureren Tunnel unter dem Oslofjord (108 NKr. = 13,70 Euro)
Richtung Drammen gefahren, um in Drammen die "Spiralen"
zu erleben (einen Tunnel, der sich mit neun 360 Grad-Windungen
innerhalb eines Berges nach oben schraubt, Gebühr 30
NKr. = 3,80 Euro). Im Rückblick muss ich sagen, es war
eigentlich nichts anderes, als die Auffahrt in ein mehrstöckiges
Parkhaus; die Aussicht über Drammen war aber toll. Dort
oben kann man auch übernachten. Die nächste Station
war die Stabkirche von Heddal bei Notodden (Gebühr 60
NKr. = 7,60 Euro). Nähere Angaben findet man hier
. Wen die Stabkirche von Heddal interessiert und gerne mehr
Bilder davon sehen möchte, kann hier
klicken. Einen Übernachtungsplatz habe ich mir dann am
Gaustatoppen (1883 m) gesucht und auch gefunden. Hier oben
war ich schon weit über der Baumgrenze, aber es war friedlich
und ruhig. Gefahrene Kilometer 275 = Gesamt 1.219 km
Donnerstag,
10. Juni 2010
: letzte Nacht hat es heftig geregnet und draussen war es
kalt; das Aussenthermometer zeigt morgens 6 °C, so dass
ich erstmal die Heizung anmache, denn mit Gas muss ich dank
der Gastankflaschen nicht sparen. Nach einem gemütlichen
Frühstück in dieser Einsamkeit, ging es dann weiter
über Rjukan, Edland, Haukeligrend, Hovden, Bykle, Flate-land,
Bygland bis südlich Evje, wo ich auf dem Stellplatz "Mineral-Park
Setesdal" übernachten will. Die Zufahrt zu den benach-barten
Hütten, in denen anscheinend Mineraliensammler wohnten
und der Rezeption, war durch eine geschlossene Schranke versperrt;
also mache ich den Motor aus und versuche mein Glück
zu Fuss. Ein Mitarbeiter des Parks nimmt mir dann 150 NKr.
(19 Euro) für die Übernchtung, ohne Strom ab und
ich darf auf den Platz. Aber weit gefehlt, es ging nichts
mehr im Fahrzeug, kein Anlasser, kein Warnblinker, nichts
--- und ich stand dick und fett vor der Hauptzufahrt. Nach
einiger Zeit der Überlegung und dem zwischenzeit- lichen
Anruf bei einem Serviceunternehmen, kam ich dann auf die Idee,
vor dem Fahrersitz die Batterieklappe (2 Schrauben) zu öffnen
und siehe da, dort lag das Übel. Die Minusleitung zur
Batterie ist mit einem Bajonetverschluss am Batteriepol befestigt
und der war durch die etwas holprigen Strassen in Norwegen
aufgegangen und dadurch war der gesamte Motorwagen stromlos.
Nachdem ich also die Kleinigkeit wieder in den Normalzustand
versetzt hatte, konnte der Service abbestellt, ich konnte
die Hauptzufahrt räumen und gegen 17 Uhr meinen Platz
auf dem Stellplatz einnehmen. Gefahrene Kilometer 283 = Gesamt
1.502 km
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Freitag,
den 11. Juni 2010 : Bevor ich heute morgen
losfuhr, wollte ich auf dem Stellplatz noch die Toilette entsorgen,
wie ich aber feststellen musste, wollte man dafür auch
nochmal 40 NKr. haben, ob die Entsorgung schon in den gestern
abend gezahlten 150 NKr. enthalten war, kann ich nicht sagen,
da ich dann einfach auf die Leerung meiner Toilette verzichtet
habe und weitergefahren bin. Durch das Setesdal ging es dann
nach Kristiansand, wo es wieder zu regnen anfing, so dass
ich mir eine Stadtbesichtigung erspart habe und direkt weiter
über Mandal und Vigeland zum Kap Lindesnes (erstes Leuchtfeuer
Norwegens, seit 27. Februar 1656) gefahren bin. Hier hätte
ich auch übernachten können, bin aber, da es noch
relativ früh war, über Lyngdal, Faresund, Vanse
und Borhaug bis zum Lista Fyr gefahren, wo ich dann auch übernachtet
habe. Es war abends sehr windig, aber trocken und mit 14 °C
nicht gerade sommerlich warm. Gefahrene Kilometer 207 km =
Gesamt 1.709 km
Samstag,
12. Juni 2010 : letzte Nacht war es sehr stürmisch
und hat pausenlos geregnet, daher bin ich auch erst um 10
Uhr aufgestanden, weil ich eigentlich hierbleiben wollte.
Gegen Mittag klarte es jedoch auf und es schien zeitweise
die Sonne, so dass ich dann doch weitergefahren bin. Die Fahrt
von Nordberg bis Gjervollstad war dann sehr abenteuerlich
(ich hatte mich auf das Navi verlassen); es ging über
22 km auf unbefestigter und 1-spuriger Schotterpiste Richtung
E39, zum Glück kam mir auf der ganzen Strecke kein Fahrzeug
entgegen, wer fährt sowas auch ;-) In Flekkefjord (sehr
schöner Ort) bin ich von der E39 auf die 44 abgebogen
und über Ana-Sira, Hauge, Egersund, Naerbö bis Sandnes
gefahren, wo ich einen CP angesteuert habe, weil ich eigentlich
am nächsten Tag vom Flugplatz Stavanger einen Rundflug
über Lysefjord und den Preikestolen geplant hatte. Die
CP-Gebühr lag bei 170 NKr. = 21,60 Euro, ohne Strom,
allerdings mit WLAN. Gefahrene Kilometer 184 = Gesamt 1.893
km
Sonntag,
13. Juni 2010 : Als ich aufstand, war es regnerisch
und es lag Nebel über den Bergen, also war es sinnlos
zum Flugplatz von Stavanger zu fahren, um mir das Ganze von
oben anzusehen. Stavanger als Industriestadt interessierte
mich nicht weiter, obwohl meine Eltern 1945 dort geheiratet
hatten, d.h. meine Mutter war damals in Stavanger und mein
Vater in Narvik und es fand eine Ferntrauung statt, was damals
wohl nichts ungewöhnliches war, es trug zumindest dazu
bei, dass mein Vater damit verheiratet war und in den ersten
Tagen des Jahres 1945 nicht noch zu einem sog. Himmelfahrtskommando
eingesetzt wurde. Ich habe mir also Stavanger geschenkt und
bin zur Fähre, die von Lauvvik nach Oanes ging (147 NKr.),
gefahren. Dort sah ich dann auch, dass die Berge des Lysefjordes
alle in Wolken lagen und damit eine Wanderung auf den Preikestolen
sinnlos wurde. Ich fuhr daher weiter und erreichte, nach einer
schönen, aber leider verregneten Fahrt, die Fähre
bei Hjelmeland, die mich dann für 197 Nkr. nach Nesvik
rüber brachte. Von dort aus ging es über Sand, Horda
und Skave nach Odda an den Sörfjord, einen Nebenarm des
Hardangerfjords. Der Streckenverlauf führte mich durch
eine ganze Menge Tunnel und am Latefoss (Link)
vorbei. Einen Übernachtungsplatz fand ich auf einem Parkplatz
am Busbahnhof direkt am Fjord. Gefahrene Kilometer 262 = 2.155
km
wer
mehr Bilder der 1. Woche meiner Tour sehen möchte, sollte
hier
klicken
Fortsetzung
folgt mit der 2. Woche